Die St. Andreas-Kirche Düsseldorf präsentiert vom 17. bis 29. April 2026 die Ausstellung „Mea Culpa“. Der Goldschmiedekünstler Georg Hornemann zeigt im Mausoleum der Kirche szenische Objekte zu Hybris, Schuld und Erlösung.
Georg Hornemann ist einer der bedeutendsten Goldschmiede-Künstler der Gegenwart. Seit den 1960er-Jahren vielfach international ausgezeichnet, bewegt sich sein Schaffen an der Schnittstelle von Goldschmiedehandwerk, angewandter Kunst und Skulptur. Sein Werk wurde u.a. in namhaften Museen wie dem Lehmbruch Museum Duisburg (2012), dem Museum für Angewandte Kunst Köln (2013) und im Neuen Museum Berlin (2019) präsentiert.
Im von Ewald Mataré (1887- 1965) gestalteten Mausoleum der St. Andreas Kirche Düsseldorf, der Grabstätte der Familie des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz (1658-1716) zeigt Georg Hornemann nun fünf szenische Objekte aus Gold, Silber, Bronze und Edelsteinen mit den Titeln Diktator, Klerus, Imperator, Versuchung, Triumph und Erlösung. Die Objekte verwandeln in ihrer herausragenden Qualität und Ästhetik das Mausoleum selbst in eine Wunderkammer. Es ist daher folgerichtig, dass Georg Hornemann immer wieder in einem Atemzug mit den Goldschmiede-Künstlern der Renaissance und des Barock genannt wird.
In der Formensprache eines Memento Mori zeigt Hornemann menschliche Skelette als überpersönliche Repräsentanten und Akteure menschlicher Destruktivität. Mit meisterlicher Präzision gelingt es ihm, den Skeletten eine präzise Psychologie von Hochmut, Starrsinn, Bigotterie und Selbstgefälligkeit einzuhauchen. Die Szenen des Memento mori sind bei ihm vollkommen lebendig. Die Objekte Triumph und Erlösung widmen sich den großen Fragen, worauf hin sich der Mensch in seinem Sein zubewegt.
Ermöglicht wird die Ausstellung von Pater Elias H. Füllenbach O.P., der mit seiner langjährigen Offenheit für künstlerische Interventionen in St. Andreas den Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und Kirchenraum aktiv ermöglicht. Kuratiert wird die Ausstellung von Dr. Nahlah Saimeh, forensische Psychiaterin und Kulturpublizistin.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Pater Elias H. Füllenbach O.P. und Dr. Nahlah Saimeh im ITNS Verlag Düsseldorf.